Sonntag, 10. September 2006
Echt böse Gemeinheiten...
... gab's in der Deutschstunde am Freitagvormittag. Ich war böse und die Gemeinheiten beziehen sich mehr auf die sprachlichen Aspekte. Aber egal, von Vorne:

Es klingelt. Passiert schon mal, in einer Schule. (ich beschwere mich jetzt nicht nochmal über diesen hässlichen, nervtötenden, Supermarkt Gong, ich doch nicht...)
Auftritt Akteur 1;2;3 (Ich; Marlene; Olga). Reingehen, platznehmen, über irgendwas reden, Hirn ausschalten.
Ganz normal, wie immer eigentlich.

Auftritt Akteur 4 (Ricarda)
Schrecklich laut, aufgesetzt freundlich und nervtötend. Auch wie immer...

Es klingelt zum zweiten Mal. Lehrerin K. betritt den Raum. Allgemeiner Dämmerzustand greift in dem Raum um sich. [Ich glaube die Frau findet sich selbst schrecklich langweilig.]

Auftritt Akteur 5 (Olaf) Zu spät und gelangweilt. Wie im...

Moment.
Olaf, gutgelaunt? Grinsend? Allgemeine Verwunderung, ist das der richtige Kurs? Okay, der richtige Kurs. Wahrscheinlich hat Olaf was zu rauchen gefunden und uns nichts abgegeben. Blödmann.

Hausaufgaben, Leonie meldet sich. Wie immer. Akteur 2 ebenfalls. Die Laune sinkt gegen 0, als Leonie meint wehement dem widersprechen zu müssen das Akteur 2 sagt. Egal, alles geht vorüber alles geht vorbei.

20 Minuten später meckert mich Jemand von der Seite an. Es vergehen weitere 2 Minuten bis ich merke das man nicht mich, sondern über Jemanden meckert. Akteur 3 beschwert sich über irgendwen. Okay, ignorieren. Nicht so wichtig.

Das erste und letzte Highlight der 1. Stunde, war der Ausdruck. "... mit bösen Gemeinheiten..." Akteur 5 hat gesprochen. Hätte er es mal sein gelassen. Er konnte ja nicht ahnen das er mit diesem sprachlichen Patzer die versteckte Sprachlegasthenie unseres Deutschkurses hervorbringt.

Nachdem die allgemeine Erheiterung, bei denen die den Witz an der Sache verstanden hatten, verklungen war, widmeten wir uns wieder mal dem gelangweilt rumsitzen.

Es klingelt. 2. Stunde. In der Pause verschlechtert sich meine Laune erheblich. Ricarda spricht und niemand kann sie überhören. Das niemand es hören will, ist ihr egal.

2. Stunde fängt an. Lehrerin K. massakriert den armen Praktikanten. Nachdem Leonie meinen nicht ganz ernst gemeinten Altersvorschlag geklaut hatte (zum Thema der Stunde/kann mich nicht genau erinnern worum es genau ging) und meine Laune noch weiter sank, fing die Gaudi dann erst richtig an.

Vorlesen. Simpel und kein Problem. Doch durch die von Akteur 5 ausgelöste Sprachlegasthenie wurde das ganze zum Desaster.

Kösu, von Gott und der Welt genervt, halb schlafend ist der Auserwählte. Er liest. Zumindest versucht er es. Ihm gleichzeitig zuzuhören und den Text zu lesen wurde nach 2 Minuten unmöglich.

Lehrerin K. erklärte den Versuch für gescheitert und als nächstes fiel ihre Wahl auf Ludwig. Wobei ich nicht verstehe was sie sich davon versprochen hat. Besserung?

Während der fröhlich vor sich hin brummte, verfielen die Meisten wieder in ihren Dämmerzustand, irgendwo zwischen schlafen, sterben und hilfloser Aggression.

Die Ader auf meiner Stirn pochte fröhlich im Takt zu paint it black, während irgendjemand versuchte unsere Ehre zu retten. (Welcher 11 Kurs braucht drei Versuche für einen Text?)
Und plötzlich war es auch schon vorbei. Ende, Stunde um, Schüler erlöst. Welcome Wochenende!


A.d.V:
So, wer auf den big Bang gewartet hat. Den gibt’s nicht. Genauso wie es in einer meiner Deutschstunden niemals Spannung geben wird. Man erfreu sich bitte daran das ich noch lebe.

Sprachlegasthenie, wird hier natürlich zweckentfremdet. Ich glaube es gibt das Wort garnicht...

... link (2 Kommentare)   ... comment